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​Frühjahr 2015 | Ingolstadt

3. Vernetzungstreffen in Bayern


Seit dem Treffen im Herbst 2014 konnten die Aktivitäten zur Vernetzung bayerischer Hochschulen und Universitäten verstetigt und ausgebaut werden. Zum einen ist der gemeinsame Antrag für ein Dialogforum im Förderprogramm „Campus & Gemeinwesen" zur Förderung durch den Stifterverband ausgewählt worden. Zum anderen konnte das Hochschuldidaktische Zentrum (DiZ) in Ingolstadt als Partner gewonnen werden, der dem Vorhaben seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Aufgrund der Lage des DiZ in der Mitte Bayerns finden die Vernetzungstreffen fortan dort statt.


Zur Eröffnung des Treffens begrüßten Prof. Dr. Gaby Gien, die wissenschaftliche Projektleiterin des Dialogforums, und Prof. Dr. Franz Waldherr, der Direktor des DiZ. Als Projektkoordinator gab Thomas Sporer einen Rückblick auf die bisherigen Aktivitäten des Dialogforums und stellte den Ablauf der Veranstaltung vor.  Claudia Leitzmann vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. moderierte im Anschluss die Vorstellungsrunde der Teilnehmenden.


An dem Treffen nahmen 12 Vertreter bayerischer Hochschulen und Universitäten sowie 15 Vertreter von zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen teil. Um die Vertreter der zivilgesellschaftlichen Organisationen, die zum ersten Mal an den Vernetzungstreffen teilnahmen, anwendungsnah und praxisbezogen in das Themenfeld einzuführen, stellten die Hochschulen in einer Posterpräsentation zunächst ihre bisherigen Aktivitäten im Bereich bürgerschaftlichen Engagements und zivilgesellschaftlichen Transfers im Kontext von Studium und Lehre vor.


Mit zwei einführenden Impulsreferaten zum Thema „Engagement & Hochschule" gingen Thomas Sporer und Wolfgang Krell, Referent bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Zentren und –Agenturen,  aus Perspektive von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen näher auf Campus Community Partnerschaften ein. Anschließend stellte Renate Graf, die Koordinatorin des Projekts „Balu & Du" am Familienzentrum Trudering e.V., ein Praxisbeispiel vor, woran sich eine Diskussion über das konkrete Projekt sowie Partnerschaften zwischen Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Allgemeinen angeschlossen hat.

Nach der Mittagspause wurden alle Beteiligten am Vernetzungstreffen aktiv. In gemischten Gruppen mit Vertretern aus Hochschule und Zivilgesellschaft diskutierten sie diese Leitfragen an Thementischen:

  • Welche Bedarfe haben zivilgesellschaftliche Organisationen, die sie i Kooperation mit Hochschulen erfüllen können?
  • Welche Bedarfe haben Hochschulen, die sie in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen erfüllen können?
  • Was sind die wechselseitigen Erwartungen bei der Zusammenarbeit von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen?

Unter Moderation von Claudia Leitzmann wurden die Ergebnisse anschließend im Plenum zusammengetragen.


Prof. Dr. Gaby Gien, Präsidentin der KU Eichstätt-Ingolstadt und Projektleiterin des Projekts „KUganda", stellte die Bedarfe von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen gegenüber und arbeitete „Sinnstiftung" als gemeinsamen Nenner für ehrenamtliches Engagement und die Gestaltung guter Lehre heraus. Als Voraussetzung und wechselseitige Erwartung für eine gute Zusammenarbeit wurden klare Strukturen, hinreichend Ressourcen und finanzielle Mittel sowie konkrete Ansprechpartner an den Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen benannt.


Prof. Dr. Eckhardt Buchholz-Schuster, Vizepräsident für Lehre und Qualitätsentwicklung an der Hochschule Coburg, unterschied bei der Vorstellung der Bedarfe und wechselseitigen Erwartungen zwischen einer strategischen und operativen Ebene. Um wirklich nachhaltige Partnerschaften aufbauen zu können, wurde nicht zuletzt die Bedeutung einer bildungspolitischen Auseinandersetzung mit der Verbindung von gesellschaftlichem Engagement und der Bildung an Schulen und Hochschulen thematisiert.


Christopher Cordes, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäres, internationales und engagiertes Lernen" (ZiieL), stellte die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe vor, in der mehrere studentische Teilnehmende mitwirkten. Entsprechend ergänzte er die Bedarfe und Erwartungen aus Perspektive der Studierenden und machte deutlich, dass das Engagement sinnvoll mit Studium und Lehre verbunden werden sollte und eine Anerkennung in Form von ECTS-Punkten wünschenswert ist.


Alexander Herzner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft an der OTH Amberg-Weiden, brachte eine systemische Perspektive ein, welche die Wechselverhältnisse von verschiedenen Bedarfen, Erwartungen und Zielen in einem Mindmap abbildete. In dem komplexen Netzwerk wurden zahlreiche Aspekte der Weiterentwicklung des Themenfeldes zusammengetragen und bereits ein Ausblick auf das Thema „Herausforderungen" des nächsten Vernetzungstreffens gegeben.


Am Ende der Veranstaltung wurde ein Überblick der nachfolgenden Veranstaltungen des Dialogforums gegeben und zur weiteren Beteiligung an der Entwicklung des noch jungen Themenfelds eingeladen. Als gemeinsame Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Treffen wurde die Nutzung der virtuellen Arbeitsplattform der Initiative „Bildung durch Verantwortung" vereinbart und eine Planungsgruppe für das nächste Vernetzungstreffen im Herbst 2015 gebildet.

​Impressionen der Veranstaltung


  
Web Preview
Impressionen des driten Vernetzungstreffens des bayerischen Dialogforums
Vortrag zur Perspektive der Zivilgesellschaft
Gemeinsame Reflexion an den Thementischen I
Gemeinsame Reflexion an den Thementischen II
Gemeinsame Reflexion an den Thementischen III
Arbeitsergebnisse der Thementische I
Arbeitsergebnisse der Thementische II
Arbeitsergebnisse der Thementische III
Arbeitsergebnisse der Thementische IV
Vorstellung der Arbeitsergebnisse eines Thementisches I
Vorstellung der Arbeitsergebnisse eines Thementisches II
Vorstellung der Arbeitsergebnisse an den Thementischen